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Monster Truck Madness (GBA)
Es gibt sehr viele Rennspiele für den GameBoy Advance, aber nur wenige können überzeugen. Ein Grund dafür ist immer wieder der Versuch, 3D-Grafik auf dem GBA darzustellen. An dieser Stelle scheitern die meisten Entwickler und heraus kommen Spiele, die sehr langsam sind oder Augenkrebs verursachen. Eine Ausnahme ist "Monster Truck Madness". Es handelt sich hierbei um eine sehr grobe Umsetzung des gleichnamigen PC-Spiels von Microsoft. Verantwortlich dafür ist Tantalus Interactive.
Anfangs hat man die Wahl zwischen 4 Trucks und 3 Strecken, wobei man als erster von 6 Teilnehmern ins Ziel kommen muss und somit neue Trucks und Tracks freispielt. Es ergeben sich also am Ende insgesamt zehn Trucks und zehn Strecken. Unter den Fahrzeugen befinden sich so populäre Namen wie "Carolina Crusher" oder "Gravedigger", alle mit unterschiedlichem Fahrverhalten. Die Rennstrecken unterteilen sich in Rundkurse, Rallys und sogenannte Monster-X-Kurse, die man wohl am ehesten mit "hügelige Rundkurse voller Dreck und Schlamm" übersetzen kann.
Die Steuerung ist wunderbar. Sie ist sehr einfach gehalten, da es nur Gas, Bremse und Links/Rechts zu betätigen gibt. Die L- und R-Taste ist für Hupe und Yeehaw-Schrei. Aufgepeppt wird das Spiel auch durch die verstreuten Extras, wie z.B. Boosts, Bomben oder "Klebereifen", die den Truck auf der Strecke halten. Wie es sich für ein MonsterTruck-Rennen gehört, liegen überall auf der Fahrbahn Sachen herum, die man überfahren und zerstören kann, wodurch sich eine "Rampage"-Anzeige füllt. Ist diese voll, wir der Truck für eine kurze unglaublich schnell. Man sieht also, dass "Monster Truck Madness" sehr action-reich ist.
Der Schwierigkeitsgrad steigt in angemessenem Maße. Am Anfang eines Rennens ist alles ziemlich ausgeglichen und spannend. Ist man dann allerdings Erster, fällt es sehr schwer, von dieser Position wegzukommen. Das legt sich allerdings mit den späteren Strecken, wo der Positionskampf das ganze Rennen über anhält.
Ein großes Lob erhält das Spiel für seine Grafik. Der eigene Truck ist ein Polygon-Modell, d.h. er ist wirklich dreidimensional. Somit verformt sich das Fahrzeug bei Zusammenstößen und man sieht sogar, nachdem man eine Zeit lang gefahren ist, Dreck an der Karosserie. Die Trucks der Gegner und sonstige Objekte erscheinen als Sprites. Die Strecken sind allesamt sehr hügelig, was für Rennspiele auf dem GameBoy Advance nicht selbstverständlich ist. Auch der Detailreichtum der Strecken und Fahrzeuge kann begeistern. Fährt man z.B. bei Schneefall gegen einen Baum, so wird der ganze Schnee des Baumes abgeschüttelt.
Bei sovielen positiven Eigenschaften muss doch irgendwo ein Haken an der Sache sein. Nun, diesen Haken werden vor allem Leute spüren, die gerne ihre GBAs verbinden und zu zweit spielen möchten, denn "Monster Truck Madness" hat dummerweise nur den Einzelspielermodus zu bieten. Multiplayer sucht man vergeblich. Auch Hintergrundmusik gibt es bestenfalls im Hauptmenü.
Ob ihr Rennspiele mögt oder nicht, "Monster Truck Madness" macht einfach Spaß. Man sollte seine Wahl davon abhängig machen, ob man lieber alleine oder mit anderen spielt. Ich kann es nur empfehlen. (t)
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