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21 Gramm (USA, 2003)
OT: 21 Grams
Regie: Alejandro González Iñárritu
Hauptdarsteller:
Sean Penn, Naomi Watts, Benicio Del Toro, Charlotte Gainsbourg
FSK 12, 125 Minuten
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Es fällt schwer, diesen Film in Worte zu fassen, denn er lebt von den Emotionen, die von den drei Hauptcharakteren getragen werden. Scheinbar zufällig kreuzen sich die Wege der Cristina, die gerade ihren Mann und ihre zwei Töchter bei einem schrecklichen Autounfall verloren hat, des Paul, der todkrank auf ein Spenderherz wartet, und des Jack, eines gottesfürchtigen, ehemaligen Kriminellen. In zeitlich verschachtelten Szenen entschlüsselt sich nach und nach der Ablauf und Zusammenhang der Dinge. Dabei ist die ausschließlich handgeführte Kamera immer bis auf's naheste an die Charaktere herangeführt, so dass dem Zuschauer kein Platz zur Distanz bleibt. Man wird immer stärker in die verwirrten Gefühlswelten gesogen und ist darauf gespannt, welche neuen Verknüpfungen sich als nächstes ergeben. Besonders interessant ist hierbei: Zunächst sieht man den Ist-Zustand. Erst danach erschließen sich die Szenen, die auf diese Gegenwart zulaufen, bis schließlich die Handlung weitergeführt wird. Auch kann man sich kaum einer ständigen moralischen Bewertung entziehen, denn die Dilemma, welche sich immer wieder auftun, lassen keine Schwarz-Weiß-Malerei zu. Der Höhepunkt der Handlung fand sich in der Szene wieder, in welcher sich schließlich alle drei Charaktere in eim Raum befinden und es zu einem Handgemenge kommt. Der Zuschauer torkelt - seiner Sinne beraubt - durch die hastigen Bewegungen, bis endlich ein Schuss fällt, mit dem auch wieder der Ton einsetzt. Das letzte Puzzleteil hat seinen Platz gefunden! Folgend endlich die Erklärung: 21 Gramm - man sagt, in dem Moment, wo man stirbt, verliert der Körper genau dieses Gewicht... Wer wird der nächste sein? Mit dieser Frage wird man nach nahezu 2-stündiger Depression schweren Mutes entlassen. (a)
Bilder sind Eigentum und ©,®,™ des jeweiligen Studios.
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